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Burn-out: Arbeitgeber in der Pflicht

In jüngster Zeit hört man immer wieder davon: Wenn der Druck im Job zu groß wird, erfolgreiche Menschen plötzlich ihre Aufgaben nicht mehr erledigen können, an Konzentrationsschwäche und unter Angstzuständen leiden und nicht mehr schlafen können. In der Regel folgt die Diagnose Burn-out-Syndrom. Doch was verbirgt sich hinter diesem Syndrom und wann sollte man sich Sorgen machen? Können Chefs etwas tun, um ihre Angestellten vor einem Burn-out zu bewahren? Erfahren Sie hier, was Sie über die noch undefinierte Diagnose Burn-out wissen müssen.

Das Burn-out-Syndrom

Burn-out ist ein schleichender Prozess, der sich durch alltägliche Symptome wie Müdigkeit bemerkbar macht. Oft werden die ersten Anzeichen gar nicht bemerkt oder nicht ernst genommen. Häufen sich jedoch diese Anzeichen über einen längeren Zeitraum, folgt irgendwann der körperliche und emotionale Zusammenbruch. Aus diesem Grund ist es wichtig, erste Symptome ernst zu nehmen, denn das Leiden von Burn-out-Patienten ist nicht zu unterschätzen.

Nicht selten führt diese Diagnose zu einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs Monaten. Die Zahl der Fehltage wegen psychischer Erkrankungen ist deutlich angestiegen: In den letzten 15 Jahren um mehr als 80 Prozent. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) wurden im Jahr 2011 bundesweit 59,2 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund psychischer Erkrankungen registriert.

Die Burn-out Symptome

Ein Burn-out-Syndrom kann sich durch viele verschiedene Anzeichen äußern. Unter anderem durch chronische Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Angstzustände oder Herzrasen. Nicht jede Art von Stress führt immer gleich zu einer psychischen Erkrankung. Entscheidend ist, dass Arbeitnehmer auf die Warnsignale ihres Körpers hören. Wer den Anforderungen im Job nicht mehr gewachsen ist, unter Erschöpfungszuständen leidet und sich selbst im Urlaub nicht mehr erholen kann, sollte einen Arzt aufsuchen.

Arbeitgebern ist anzuraten, auf die Veränderung in der Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu achten. Wenn erfolgreiche und zielstrebige Mitarbeiter plötzlich eine gleichgültige Einstellung zur Arbeit an den Tag legen, immer häufiger wütend und zynisch werden oder anfangen, sich zu distanzieren, kann das ein deutliches Zeichen der Überforderung sein. Eine verringerte Arbeitsleistungen und eine andauernde Unzufriedenheit sind ebenfalls typische Anzeichen für einen Burn-out.

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