Die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG spendet 3.000 Euro

für jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge an der Berufsschule Dachau

Spende für jugendliche Asylbewerber

Das Bildungsangebot für junge Asylbewerber und Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 21 Jahren an der Berufsschule Dachau wird ausgeweitet. Dank großzügiger Sponsoren gibt es im neuen Schuljahr 2014/15 gleich zwei Vorklassen zum Berufsintegrationsjahr. Die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG spendet 3.000 Euro für das Projekt. Auf diese Weise trägt die Genossenschaftsbank zu einer beruflichen Perspektive junger Menschen aus Krisen- und Kriegsgebieten bei.

Foto (von links nach rechts):

Johann Schöpfel, Matthias Buschhaus, Johanna Weizer-Hesky, Marion Benzait, Sven Meyer-Huppmann, Sundy Albert Oriafo, Christian Oswald, Nasra Mahamed Mahamud, Stefan Löwl, Isolde Stefanski, Johannes Sommerer, Bernhard Seidenath, Waltraud Wolfsmüller und Gottlieb Herzog.

Das Bayerische Bildungsministerium sagte zu, auch diese zweite Klasse ab dem Schuljahr 2015/16 in eine Regelförderung zu überführen. „Wir unterstützen die Initiative, weil es wichtig ist, dass in unserer Gesellschaft niemand wegen seiner Herkunft oder seines sozialen Umfeldes chancenlos bleibt. Bildung ist und bleibt eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und ist damit ein Gewinn für Alle“, erklärte Johann Schöpfel, Vorstandsmitglied der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG auf der Pressekonferenz. 

Initiiert wurde das Projekt von Bernhard Seidenath, Stimmkreisabgeordneter für den Landkreis Dachau im Bayerischen Landtag. Realisiert werden kann es durch die gemeinsame Kraftanstrengung vieler Beteiligter. Der Dachauer Arbeitskreis Asyl, dessen ehrenamtlich Engagierte die jugendlichen Asylbewerber betreuen, und die VHS Dachau stehen in enger Kooperation, um mit finanzieller Unterstützung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG und der Hubert Beck-Stiftung nun die zweite Klasse für Asylbewerber und Flüchtlinge durchzuführen. Sie wird erneut an der Berufsschule Dachau implementiert. Mit den Mitteln der Sponsoren wird der komplette Sprachunterricht für das Schuljahr 2014/15 finanziert.
 

Das Beschulungsangebot für die jugendlichen Asylbewerber und Flüchtlinge ist zweijährig angelegt. Im ersten Jahr wird für die Jugendlichen das Erlernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt stehen, im zweiten Jahr die Vorbereitung auf eine anschließende Berufsausbildung. So können die Jugendlichen die erforderliche Ausbildungsreife erlangen und ihre Chancen auf eine erfolgreiche berufliche Perspektive verbessern. Die bis 2013 bestehende Lücke im Landkreis konnte schon im aktuellen Schuljahr 2013/14 durch ein Sondermodell geschlossen werden. Der Andrang aber war viel größer, so dass es ab dem kommenden Schuljahr 2014/15 zwei Klassen geben wird. Sie werden im darauffolgenden Schuljahr in ein Berufsintegrationsjahr münden.
 

Johannes Sommerer, Schulleiter der Berufsschule Dachau, bezeichnete das Beschulungsprojekt für jugendliche Asylbewerber und Flüchtlinge im Landkreis Dachau als ein Erfolgsmodell. „Mit Leidenschaft und großem persönlichen Engagement haben sich die Lehrkräfte unserer Schule in das Projekt eingebracht. Sie haben zahlreiche Lehrerfortbildungen besucht, um optimal für die neuen Herausforderungen vorbereitet zu sein. Wir freuen uns, dass wir im kommenden Schuljahr zwei Vorklassen bilden und damit noch mehr jugendlichen Asylbewerbern und Flüchtlingen diese Fördermöglichkeit in unserem Hause anbieten können. Bei der Klassenbildung können wir nun vor allem die unterschiedlichen Deutschkenntnisse der Jugendlichen berücksichtigen und so deren Betreuung und Förderung noch weiter optimieren.“
 

Isolde Stefanski, Leiterin des Staatlichen Schulamts, berichtete, dass das neue Angebot von der Ludwig-Maximilians Universität München im Rahmen eines Mercator-Projektes begleitet. „Damit können wir wissenschaftlich fundiert vorgehen“, erklärte Stefanski.

Nasra Mahamed Mahamud aus Somalia und der Nigerianer Sundy Albert Oriafo mit ihrem Lehrer Christian Oswald von der Berufsschule Dachau.

Die beiden Schüler Nasra Mahamed Mahamud und Sundy Albert Oriafo berichteten über ihre Erfahrungen in der aktuell laufenden Klasse. Für beide geht ein langgehegter Wunsch nach Integration in Erfüllung. Die 21-jährige Nasra Mahamed Mahamud stammt aus Somalia und ist schon im dritten Jahr in Deutschland. Sie möchte Altenpflegerin werden. Der 18jährige Schüler Sundy Albert Oriafo ist vor einem Jahr aus Nigeria nach Deutschland gekommen. Sein Berufswunsch ist KFZ-Mechatroniker.