Jugendmalwettbewerb der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG

jugend creativ: "Immer mobil, immer online. Was bewegt Dich?“

Foto: Caroline Sophie Stadler aus der Grundschule Röhrmoos (links) und Katharina Reif aus Vierkirchen  mit dem Bild "Schullandheim"  bei der Prämierung der Schulsieger des Jugendmalwettbewerbs der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG im Cinema Dachau.

Dachau – Zwischen zwei Frauenköpfen spielen sich Gegenwart und Zukunft gleichzeitig ab. Auf der linken Seite ist das naturalistisch gezeichnete Profil einer jungen Frau mit Smartphone, Controller für Videospiele und Hinweisen auf Twitter und facebook dargestellt. Ihr gegenüber steht ein Robotergesicht, um das Google-Brille, Überwachungskamera und eine Erdkugel mit einem Warnzeichen für Radioaktivität schwirren. Die beiden Gesichter, die Erdkugeln und Gegenstände sind durch kräftige rote Linien miteinander verbunden. Die Linien legen sich als Schirm über die Figurengruppe im Zentrum des Bildes, wickeln sich um Beine und Körper und verbinden die Personen unlösbar miteinander. Das Bild von Julie Sawall ist eines 34 Siegerbildern des diesjährigen Jugendmalwettbewerbs „jugend creativ“ der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG. „Ich habe mir überlegt, wie es ist, wenn man die Gegenwart mit der Zukunft vergleicht. Vielleicht ist unsere Erde irgendwann wirklich radioaktiv verstrahlt“, so die 16-jährige Schülern über ihre Arbeit.   

Das Thema des 45. Jugendmalwettbewerbs lautete „Immer mobil, immer online. Was bewegt Dich?“. Vorstandssprecher Thomas Höbel und Marketingleiter Martin Richter zeichneten im Cinema Dachau 34 Schulsieger für ihre fantasievollen Bilder aus. Die Kinder und Jugendlichen erhielten Urkunden und Skateboards.

Das Thema bezieht sich auf die Fragen von Kindern und Jugendlichen rund um die eigene Mobilität, die Zukunft der Fortbewegung, den Umgang mit der virtuellen Welt und das Spannungsverhältnis zwischen Be- und Entschleunigung. Bevor ein gemeinsamer Film angeschaut wurde, stellten die Schulsieger ihre Arbeiten vor. Die Grundschüler konzentrierten sich auf die tatsächliche Mobilität. Annika Löb aus der Grundschule Fahrenzhausen malte eine Bootsfahrt auf der Amper. „Ich fahre halt gerne Boot“, sagte die Viertklässlerin. In Antonia Krapfs Bild rasen Autos rund um den Globus. An den Stoßstangen flattern die Fähnchen verschiedener Nationen.  Anton Bschorr aus der Grundschule Dachau-Süd malte einen bunten Heißluftballon, der gerade von der Erde abhebt. Bilal Misini aus der 6. Klasse der Mittelschule in Allach beschäftigte sich mit düsteren Gedanken. Sein Bild ist betitelt „Der Untergang“ und zeigt eine einstürzende Welt, während ein Junge im Wohnzimmer sitzt und am Bildschirm spielt. „Das Kind zockt und alles stirbt ab. Ich zocke auch gerne“, sagte der selbstkritische Mittelschüler.

Die Tendenz der Teilnehmer am Jugendmalwettbewerb ist seit Jahren steigend. In Dachau und im Landkreis haben sich diesmal 34 Schulen mit 324 Schulklassen beteiligt, also insgesamt 7.341 Schülerinnen und Schüler und 450 Kinder mehr als im vergangenen Jahr. „Eine absolute Rekordzahl“, freute sich VR-Vorstandssprecher Thomas Höbel.