Schulmahlzeiten für bedürftige Kinder

Neben der Sparkasse Dachau und der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG wurden weitere Paten gefunden

Schulmahlzeit
Foto von li nach re: Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dachau Hermann Krenn, Schulamtsdirektorin Isolde Stefanski, die Paten Stephan Jender, Patrizia und Stephan Hierzer sowie der Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Dachau Thomas Höbel.

Das Projekt Schulmahlzeit unterstützt Kinder aus bedürftigen Familien, die sich kein Mittagessen leisten können. Weil der Bedarf kontinuierlich gestiegen ist, wird das Projekt seit dem Schuljahr 2013/2014 von der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG und der Sparkasse Dachau für weitere drei Jahre gemeinsam getragen.

Um die drei Euro kostet eine Schulmahlzeit, das sind rund 60 Euro im Monat. Für einige Familien im Dachauer Landkreis ist das zu viel. Deshalb rief der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG Michael Haas gemeinsam mit Schulamtsdirektorin Isolde Stefanski 2011 das Projekt „Schulmahlzeit“  ins Leben.

Die Dachauer Genossenschaftsbank spendete seitdem jährlich 25 000 Euro und sicherte die Unterstützung für drei Jahre zu. Doch ist die Zahl der bedürftigen Kinder explosionsartig gestiegen. „Wir sind bei einem Betrag von 45 000 Euro angekommen“, so Isolde Stefanski. Deshalb tragen seit dem Schuljahr 2013/2014 Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG und Sparkasse Dachau gemeinsam den finanziellen Aufwand. Verteilt auf insgesamt 13 Schulen in Dachau und im Landkreis unterstützt jedes der beiden Dachauer Kreditinstitute das Projekt mit rund 20 000 Euro.  Außerdem konnten private Paten gewonnen werden. Patrizia und Stephan Hierzer, Geschäftsführer der XAL GmbH Deutschland für Objektbeleuchtung mit Sitz in Markt Indersdorf, und Stephan Jender, Geschäftsführer der Greif Inkasso Stephan GmbH in Dachau, unterstützen das Projekt Schulmahlzeit  ebenfalls. Stephan Jender betont: „Schon von Berufs wegen erlebe ich, wie Kinder aus Familien, die auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, mit Geldschwierigkeiten umgehen müssen. Ich sehe es als eine gesellschaftliche Aufgabe zu helfen und mein Unternehmen möchte das auf lokaler Ebene tun.“ Ähnlich formuliert es die zweifache Mutter Patrizia Hierzer: „Wir sind erfolgreich, uns geht es gut und wir möchten Kindern, denen es nicht so gut geht, etwas zurückgeben.“ Dem Vorstandssprecher der Volksbank Raiffeisenbank Thomas Höbel ist es ein wichtiges Anliegen, das Projekt von Michael Haas fortzuführen. „Wir übernehmen Verantwortung für unsere Region und leisten einen Beitrag, Kinder aus sozial schwachen Familien aus der Verliererspur herauszubringen.“ Hermann Krenn, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dachau, ergänzt: „Gerade an einem so starken Wirtschaftsstandort wie Dachau darf es nicht sein, dass sich Kinder aus Armutsgründen kein Essen leisten können. Es macht mich betroffen, dass es in unserem Landkreis eine solche Unterstützung überhaupt braucht.“ 

Laut Isolde Stefanski handelt es sich um Familien, die keine Hilfe bekommen, weil sie an der Einkommensgrenze leben. „Sie können am Teilhabepaket nicht teilnehmen“, so Stefanski. Im Gespräch mit den Klassenlehrern und den Schulsozialpädagogen werden die betroffenen Kinder ausgewählt und dem Schulamt gemeldet. Die Mittel fließen direkt an die jeweilige Schule und nicht an die betroffenen Eltern. Alle Schulrektoren gehen verantwortungsbewusst mit dieser Hilfe um, damit das Geld auch bestimmungsgemäß verwendet wird. Die betroffenen Kinder bleiben anonym.

Für dieses wichtige soziale Projekt sind weitere Paten gesucht. „Unser gemeinsames Ziel ist es, durch Patenschaften auch nach Ablauf der drei Jahre die Finanzierung der Schulmahlzeiten zu ermöglichen“, betont Sparkassenvorstand Krenn.

Schulamtsdirektorin Isolde Stefanski: „Ich freue mich sehr über die Zusage der beiden Banken, das Projekt auch weiterhin zu unterstützen. Vor allem freue ich mich, dass bereits weitere Paten gefunden wurden. Allerdings bleibt es eine wichtige Aufgabe, weitere Paten zu finden, die unseren bedürftigen Kindern zu einer warmen Schulmahlzeit verhelfen. Daher unser Aufruf: Wer helfen möchte, melde sich bitte im Staatlichen Schulamt im Landkreis Dachau. Die Kinder werden es Ihnen danken“.

Wollen Sie Pate für das Projekt Schulmahlzeit werden?

Bitte einfach melden

Staatliches Schulamt im Landkreis Dachau Telefon: 08131 74-1485
  Telefax: 08131 74-1492
  E-Mail: schulamt@lrh-dah.bayern.de