Spannender Vortrag von Robert Halver über Anlagestrategien in einer veränderten Finanzwelt im Gasthaus Doll in Ried
Dachau/Ried – Die Veränderungen in der Finanzwelt sind rasant. Um ihre Kunden und Mitglieder auf dem neuesten Stand zu halten, veranstaltete die Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG einen spannenden Vortrag mit dem aus dem Fernsehen und den Medien bekannten Experten Robert Halver.
Rund 200 Kunden und Mitglieder waren der Einladung ins Gasthaus Doll in Ried bei Markt Indersdorf gefolgt, um seinen Vortrag „Anlagestrategien in einer veränderten Finanzwelt – was sind die Chancen und Risiken?“ zu verfolgen. Vorstandssprecher Johann Schöpfel stellte Robert Halver als erfahrenen Finanzfachmann und Wertpapieranalysten vor. Halver ist in der Baader Bank AG in Frankfurt als Leiter Kapitalmarktanalyse für die Einschätzung der internationalen Finanzmärkte zuständig. Schöpfel führte in das Thema ein: „Die Finanzmärkte bewegen sich im Spannungsfeld von Inflation, geopolitischen Krisen, Zinswende und technologischem Wandel. Viele Anlegerinnen und Anleger fragen sich: Wie sichere ich mein Vermögen in unsicheren Zeiten?“ In einem fachkundigen, pointierten und gleichzeitig humorvollen Vortragsstil lieferte der Referent die Antworten. Eine Stunde lang fesselte er sein Publikum. So dynamisch wie die Finanzmärkte gegenwärtig sind, ist auch Halvers Präsentation: Ein rasanter Ritt durch die Weltwirtschaft, die vor allem von den USA bestimmt wird in einer Gemengelage mit China. Trump denke vor allem an sich, was zunächst kein Fehler sei, und die Chinesen würden überschätzt. „Sie sind nur auf ihren angestammten Gebieten erfolgreich“, so Halver. Auf dem Aktienmarkt haben die USA den Glamourfaktor KI. Europa hingegen hat attraktive Unternehmen und sehr viel Liquidität. Die deutsche Wirtschaft schwächelt, weil sie von der Politik eingebremst und zunehmend von der Staatswirtschaft bestimmt wird. „Was kommt danach? Planwirtschaft oder Sozialismus?“, spitzte der Referent zu. „Wir müssen zurück zur sozialen Marktwirtschaft. Unsere Wirtschaft muss wachsen. Wenn wir so weitermachen, wird es in zehn Jahren kein Auto aus Deutschland mehr geben.“ Er erläuterte die komplizierten Auswirkungen der Inflation, der weltweiten Staatsverschuldung in Höhe von 330 Billionen US Dollar, den Stellenwert der EZB und der Zinserträge auf die Weltwirtschaft: „Trotz allem geht es aufwärts.“ Eine Option für Anleger seien Schwellenländer: Korea, Indien und Indonesien. Sie sind die neuen Industrieländer. Dort wird das Leistungsprinzip noch beherzigt. Dreh- und Angelpunkt sind die Inder. „Sie mögen weder China noch die USA, machen aber mit beiden Geschäfte“, so der Experte. Bitcoins seien auf dem Finanzmarkt angekommen, Gold ist nach wie vor stabil. Bunte Charts untermauerten als nervös flatternde Fieberkurven seinen Vortrag. Das letzte Schaubild belegte die Aktienentwicklung der letzten 20 Jahre auf dem Weltmarkt – der Trend zeigt ungebrochen steil nach oben. Mit Aktien macht man also keinen Fehler. Robert Halver schloss seinen Vortrag, frei nach Loriot: „Ein Leben ohne Aktien ist möglich, aber sinnlos.“ Die anschließenden Fragen aus dem Publikum drehten sich um Diversifikation und langfristige Anlagehorizonte. Robert Halver riet zu einer Anlage in Sachwerten, vor allem Aktien, und zur Beimischung von Gold. Sein Rat an Skeptiker lautet: „Bevor man gar nichts macht, lohnt es sich zumindest, regelmäßig anzusparen.“