58. Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank Dachau eG – Schwerpunkt lag auf Verschmelzung der Immobilientöchter
Dachau – Die 58. Vertreterversammlung war geprägt von den wirtschaftlichen Herausforderungen und dem Blick auf die Verschmelzung der Immobilien-Tochtergesellschaften der VR Bank Dachau. im ASV-Theatersaal teilten sich der Vorstandssprecher Johann Schöpfel und sein Vorstandskollege Klaus Berger den Bericht über das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Einstimmig wurde der Vorstand von der Vertreterversammlung entlastet.
Johann Schöpfel warf einen Blick auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Seit 2018 habe es in Deutschland faktisch kein preisbereinigtes Wachstum mehr gegeben, so Schöpfel. Umso erfreulicher sei in dieser Situation die stabile Entwicklung des Bankgeschäfts: Mit einem Betriebsergebnis von mehr als 25 Mio. EUR konnte die VR Bank Dachau das hohe Niveau des Vorjahres erneut erreichen. Johann Schöpfel betonte: „Damit beweist das Kerngeschäft auch in einem anspruchsvollen Marktumfeld seine Verlässlichkeit und Ertragskraft.“ Mit einem vorausschauenden Kostenmanagement und hochqualifiziertem Personal könne die VR Bank positiv in die Zukunft schauen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende Günter Wörl sagte, nicht fehlende Ideen oder fehlender Mut würden die Unternehmer bremsen, sondern vielmehr die politische Unsicherheit. Die gleichwohl soliden Zahlen der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken seien der Beweis für ein krisenfestes Modell, so Wörl.
Die Präsentation des Jahresabschlusses übernahm Klaus Berger. Die Bilanzsumme der VR Bank konnte um 1,3 % auf 2.577 Milliarden EUR gesteigert werden. Treibender Faktor war der Anstieg der Kundenverbindlichkeiten. Klaus Berger betonte: „Dies spiegelt auch das hohe Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden in unsere Bank wider.“
Verschmelzung der Immobilientöchter
Einen wichtigen Beitrag leistete Bankvorstand Ulrich Zeiler mit der Verschmelzung der Immobilien-Tochtergesellschaften der VR Bank Dachau. Die beiden Gesellschaften verfügen aktuell über 17 Bestandsobjekte. Durch die Verschmelzung werden stille Reserven in Höhe von rund 16 Mio. EUR gehoben. Insgesamt wurden in den Tochtergesellschaften 120 Einheiten entwickelt.
Die Vorteile lägen in der Reduktion von Komplexität, in weniger Gesellschaften, klareren Strukturen, einfacherer Steuerung sowie einer höheren Transparenz, so Zeiler.
Ulrich Zeiler betonte: „Die geplante Verschmelzung ist für uns kein Bruch. Sie würdigt die Vergangenheit und ist eine logische Weiterentwicklung für eine erfolgreiche Zukunft.“
Ihren regionalen Auftrag nimmt die VR Bank ernst. Auch 2025 fand eine Reihe von Veranstaltungen für Kunden und Mitglieder großen Anklang: Das Benefizkonzert zugunsten der Gesundheitsstiftung im Landkreis Dachau, der 11. VRun im Juli mit mehr als 2.000 Teilnehmern, die Ausstellung in der Reihe „Kunst und Bank“ mit dem Künstler Florian Marschall sowie das große Anlegerforum für Kunden und Mitglieder mit dem Kapitalmarktstrategen Robert Halver im November.
Ein Aufsichtsrat scheidet aus
Bei der anschließenden turnusmäßigen Wahl der Aufsichtsräte wurden Dr. Thomas Weigl und Stefan Frank in ihren Ämtern bestätigt. Nach 15 Jahren schied Dr. Michael von Zwehl aus dem Aufsichtsrat aus. Sein Engagement wurde vom Bayerischen Genossenschaftsverband mit einer Urkunde gewürdigt. Sein Platz wird nicht nachbesetzt. Damit besteht der Aufsichtsrat der Volksbank Raiffeisenbank Dachau aus vier Männern und drei Frauen.